The inspiring local confernence: SFSCon

2017-12-17 15:36

New location, some little problems but an overall interesting and inspiring program. Very positive aspect: A single conference language.

Assuming that details or video clips are available, I won’t sum up anything but just give some very specific impressions noteworthy in my opinion. The shift in focus from just FOSS to more socio-economic aspects is very refreshing and i laid my focus on these talks as well:

Danese Coopers keynote about the evolution of the OSS-movement toward the solution of the philosophical questions. Bottom line: Act with enlightened self interest. The 4 tips for a fulfilled life: 1) become a mentor, 2) serve non-profit boards, 3) search for fun and good things, 4) hack your company.

Mirko Böhms talk about governance between community and business draws a picture of the current status of FOSS in relation to other models of development and shows the lessons to be learned by the contact of FOSS to business. Bottom line: Governance need emerges with a growing community and the community development takes place in a collaborative space of ~80% volume of a product. The residual 20% lie in a competitive space where the company can take advantage. The numbers are clearly indicative and are obviously oriented on the pareto principle, which reminds me on the five fingers, the optimal team size of five members and the leadership span which emerges out of this number symbology. Not by chance some optimally efficient sweet spots are recursively self emerging….

Daniele Gobetti shows the impressive lesson of what happens when the stack is gliding out of control. Github as a single point of failure blocked the development with heavy implications due to the DMCA out of a rouge attack. The git repository and the code was at no point endangered, but the community collaboration and main communication channel was taken down. The decentral internet infrastructure is endangered effectively by single large concentration points which offer convenient services and centralize the system more than desirable.

 

A lot of other intersting talks with special insights were given, but the above messages are my key takeaways.

Grosse Ziele, kleine Ziele

2017-11-05 16:42

Meine Welt, meine Realität. Mein Blog, meine Gedanken.

Vorausgeschickt: Dies wird ein kleiner Meta-Post, getriggert durch die Episode 166 des Leben-Führen-Podcasts. Mein Blog befindet sich im Aufbau, sagen wir mal im dritten Anlauf. Erster Anlauf 2005, zweiter Anlauf 2008, Studienabschluss, erste Joberfahrung, sesshaft-werden und Familie gründen später jetzt im dritten Anlauf mit dem Ziel als Medium zum Gedanken und Impulse sortieren zu verwenden. Nachdem ich nicht mehr ganz frisch hinter den Ohren bin, habe ich gesehen, dass das Leben in Schleifen abläuft, manche Schleife muss man selbst durchleben um zu Erfahren, andere Schleifen kann man vielleicht bereits im Ansatz erkennen und dann früh genug die Schlüsse ziehen.

Die heutige Schleife der kleinen und grossen Ziele fusst auf der Aussage im Raum: “Ohne grosse Ziele schaffen wir nie grosse Dinge.” Ack. Jedes grosse Ding besteht aber aus “infinitesimal” kleinen Schritten. Jeder Schritt kann dem Ziel näherbringen oder in eine Schleife führen, sodass man bei der nächsten Iteration einen anderen Weg nehmen muss. Und da beisst sich dann meiner Meinung nach häufiger die Vorstellung mit der Realität. Das grosse Ziel soll ja dabei helfen, auf schnellstem Weg zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Es darf aber nicht davon ablenken, dass es auch noch Nebenschauplätze gibt. Die kleinen Ziele unterwegs, sozusagen. Um es in einer positiven Formulierung mit Handlungsstrategie zu sagen: Großes Ziel runterbrechen in die kleinen Ziele, die greifbar scheinen und dann aneinanderketten. Und um nicht wie der Fuchs zu Enden: Weitermachen bis das Ziel erreicht ist.

Die Gedanken sortieren könnte man sagen, ist das kleine Ziel, das große Ziel ist dann mit Fokus auch Grip auf die Strasse zu bekommen, i.e. frühzeitig zu erkennen, wie ich in welcher Schleife hänge und dann direkt zur Lösung schreiten kann.

 

Agilität

2017-09-30 20:56

Was hast du getan, was willst du tun und was hindert dich?

Drei Fragen, aus dem Kontext gerissen aber doch hilfreich, wenn man sie sich mal so beantwortet. Darauf gekommen bin ich jetzt nicht in einem Ausbruch von Weisheit, sondern natürlich habe ich sie abgekupfert, aber was mich konkret im jetzigen Moment fasziniert ist der Kontext, in den ich sie gerade hineinstelle, besser gesagt die Kontexte. Kommend vom abgehobenen Hype der Industrie 4.0, Digitalisierung, agilen Entwicklung, Relativierung durch achtsame Wohldosierung bis ironisierendem Bullshit-Bingo und abschließende Erkenntnis, dass die Geschichte doch der beste Lehrer ist und eigentlich alles schon dagewesen ist und nur nochmal richtig entdeckt werden muss.

Um die Gedanken klarer zu sortieren führe ich die konzentrierte Erkenntnis mal genauer aus. Die drei Fragen kommen nicht von 2 Wachturm-Vertretern an der Haustür sondern sind Bestandeil des Daily Scrum, 15 Minuten StandUp-Meeting wo jeder im Team reihum die 3 Fragen beantwortet um das Team auf den aktuellen Stand zu bringen und die Lösung der Probleme weiter vorantreiben zu können. Im Bewusstsein, dass jeglicher Fundamentalismus immer nur eine sehr beschränkte Lösungskraft bringt, schaue ich Probleme immer in einen globalen Kontext zu setzen, pragmatische Ansätze zu verfolgen und die Komplexität zu entkoppeln. Methoden sind keine Lösung sondern nur Werkzeuge und bekanntlich kann ein Hammer wunderbar einen Nagel einschlagen, evtl. noch weitere Probleme optimal lösen, aber steht auch für das Sinnbild, dass er bei sehr vielen Problemen die suboptimale(1) Lösung ist.

Scrum ist entsprechend ein mächtiges Werkzeug um Entwicklungen agiler zu betreiben, wird als Gegenpol zum vielgescholtenen Wasserfallmodell gesehen und ist eine der aktuellen Sauen, die durchs Dorf getrieben werden. Setze ich die 2 Methoden in einen historischen Kontext, sehe ich inzwischen, dass nicht der Wasserfall träge und voll überbordender Bürokratie ist, sondern einfach die Verkalkung und der umfassende Ausbau zugeschlagen haben, denn original war auch der Wasserfall agil. Der aufmerksame Beobachter sieht auch bei Scrum das selbe Phänomen.

Nächstes Buzzword, gleiches Phänomen: Start-Ups als Gewinner der Digitalisierung und ihr Verhältnis zum traditionellen Business. Die großen Firmen halten sich ihre Inkubatoren, die “sozialen” Medien kommentieren es entsprechend lakonisch, am Ende kondensiert es sich auf die Frage wie passiert der Transfer vom Start-Up in die Organisation und skaliert es auch? Problem: entsteht nur ein Cargo-Cult oder was Nachhaltiges?

(1) nicht nur gekennzeichnete Begriffe könnten ironisch gemeint sein, i.e. “suboptimal” soll eher “schlecht” gelesen werden.